Mops, Mädle & Marktstraße: Neues Wimmelbuch begeistert Winnenden!
In Winnenden
wimmelts
Über 1.300 verkaufte
Wimmelbücher in der ersten Woche
In Winnenden wimmelts gleich doppelt: Nicht nur im ersten Wimmelbuch der Stadt, sondern auch in echt. Denn in den letzten Tagen pilgerten unzählige Menschen in die Läden rund um die Marktstraße, um sich ein Exemplar des Buchs zu sichern. Das am 14. Juli veröffentlichte Stadt-Wimmelbuch begeistert die Menschen und ist in kürzester Zeit bereits in viele Haushalte der Stadt eingezogen.
Große Nachfrage und tägliche Nachbestellungen
Ein Händler hatte so viele Vorbestellungen gesammelt, dass er mehrmals aufgestockt hat, um für den Verkaufsstart auch sicher ausreichend gerüstet zu sein. Seitdem trudeln täglich weitere Nachbestellungen von Verkaufsstellen ein, die wir so schnell wie möglich persönlich ausliefern oder versenden.
Bei einer Stadt mit knapp 30.000 Einwohner:innen freut uns das große Interesse besonders. Monatelang haben wir vom Velle Verlag das Projekt mit dem hiesigen Stadtmarketing-Verein entwickelt und begleitet. Die Wimmelwelt, die Illustratorin Jolanda Obleser zu Papier gebracht hat, macht einfach riesig Spaß anzuschauen.
Interview mit Illustratorin Jolanda Obleser
Über die Illustratorin
Jolanda Obleser wurde 1996 in Berlin geboren und ist in Marbach am Neckar aufgewachsen. Sie studierte Illustration und Comic an der Kunsthochschule Kassel. Heute lebt und arbeitet sie als freischaffende Illustratorin in Hannover.
Das Buch-Projekt besitzt auch eine persönliche Dimension. Die Familie von Jolandas Vaters hat seit langem Wurzeln in Winnenden. Bis heute lebt ihr Großvater in der Stadt. Jolanda war oft zu Besuch dort.
Jolanda, welches Motiv im Winnenden-Wimmelbuch magst du persönlich am liebsten?
»Das Wunnebad. Ich fand es einfach cool, ein Schwimmbad zu zeichnen! In diesem Motiv konnte ich eine tolle Räumlichkeit schaffen mit mehreren Fokuspunkten, wie der Rutsche, dem Sprungturm und den Bäumen. An diesen Punkten konnte ich mich beim Zeichnen gut entlang hangeln und mir überlegen, was hier jeweils Spannendes passieren kann.«
Was ist für dich das Besondere beim Zeichnen von Wimmelbildern?
»Ganz klar: den Überblick zu behalten. Meine Illustrationen sind sehr vielschichtig und innerhalb eines Bildes passieren viele kleine Szenen. Für das Winnenden-Wimmelbuch habe ich nicht ein Bild nach dem anderen gezeichnet, sondern bin zwischen den Bildern hin und her gesprungen. Daher fand ich es herausfordernd, immer wieder zu überlegen: Was soll in diesem Bilder noch passieren? Und: Wo mache ich als nächstes weiter? Da hat mir sehr geholfen, dass meine Verlegerin Deborah sich so viel Zeit genommen hat, mir bei den Entscheidungen zu helfen, was noch fehlt und was als nächstes passieren sollte.
Was ist dir beim Zeichnen wichtig?
»Ich arbeite gern mit klaren, schwarzen Linien und halte die Farben gern flächig. Mir ist wichtig, Figuren und Orte zu zeichnen, die klar lesbar sind. Es soll deutlich erkennbar sein, was eine Figur macht. Für Betrachter:innen soll dabei dennoch Raum bleiben, sich selbst kleine Geschichten auszudenken.«
Wo holst du dir Inspiration?
»Für dieses Wimmelbuch habt ihr Verlegerinnen mir viel Inspiration durch die Wimmelbücher aus eurer Sammlung gegeben. Ich habe mir zur Vorbereitung viele verschiedene Wimmelbücher angeschaut. Zum anderen hole ich mir Inspiration durch Beobachtungen im Alltag – wenn ich spazieren gehe oder in der Stadt unterwegs bin. Viele Dinge, die ich da sehe, lassen sich gut auch auf Figuren übertragen, die im Winnenden-Wimmelbuch unterwegs sind.«
Gibt es auch echte Menschen im Buch?
»Ja, sogar einige! Um ein paar zu nennen: Die Auftraggeberin Ann Kristin Fischer von ›Attraktives Winnenden e.V.‹ habe ich ebenso gezeichnet, sowie Julius Kornbeck, ein Landschaftsmaler aus Winnenden, der in den Weinbergen gerade ein Bild vom Sonnenuntergang zeichnet. Ein Mitarbeiter des Ordnungsamts sowie ein Obdachloser im Torturm und einige Gäste auf dem Weihnachtmarkt sind echte Menschen aus Winnenden. Die wiederkehrende Figur Henri wohnt in Ludwigsburg und taucht in jedem Motiv auf. Auch der Nachtwächter ist einem echten Nachtwächter-Führer nachempfunden. Zu guter Letzt habe ich meine Großeltern in verschiedene Motive gezeichnet, sowie meinen Vater, meinen Onkel und meine Tante. Alle sind in Winnenden aufgewachsen, daher fand ich es sehr passend, sie im Buch mitwimmeln zu lassen.«
Große Überraschung: Ann Kristin Fischer, Geschäftsführerin von »Attraktives Winnenden e.V.«, präsentiert das Wimmelbuch am 13. Juli 2026 auf der Jubiläumsfeier des Stadtmarketing-Vereins. Bild: Hans-Martin Fischer
Wimmelbuch als Auftragsarbeit für den Winnender Stadtmarketing-Verein
Als Ann Kristin Fischer vom Verein Attraktives Winnenden e.V. vor über einem Jahr bei unserem Velle Verlag anfragte, ob wir ihnen zum 25-jährigen Jubiläum ein Wimmelbuch erstellen können, hatten wir Jolanda direkt als Illustratorin im Kopf. Denn Jolanda Obleser kennt Winnenden seit ihrer Kindheit. In Marbach aufgewachsen, zeichnete sie 2024 bereits das Marbach-Wimmelbuch und zeigte damit ihre große Kreativität und Expertise beim Zeichnen von Wimmelbildern. Für sie ist ein Wimmelbuch mehr als eine Sammlung von Sehenswürdigkeiten. »Mich interessieren die Menschen, die eine Stadt mit Leben füllen.«
Nach dem Marbach-Wimmelbuch ist »In Winnenden wimmelts« Jolandas zweites Stadt-Wimmelbuch.
Illustratorin mit Blick für Details
Eine Stadt zeichnen bedeutet für Jolanda, große Kulissen für kleine Einzelheiten zu schaffen. Jolanda hat Winnenden für ihr Wimmelbuch genau beobachtet, nach Geschichten gesucht und diese gezeichnet. Denn das Leben einer Stadt zeigt sich erst beim genauen Hinsehen. In ihrem zweiten Wimmelbuch lädt Jolanda Kinder und Erwachsene dazu ein, Winnenden neu zu entdecken.
Wer durch das Wimmelbuch blättert, findet keine festgelegte Geschichte, sondern viele einzelne Geschichten zugleich. Hier begegnen sich Familien, Kinder, Menschen auf dem Markt, beim Feiern und beim Schwätzle.
Das gibts im Winnenden-Wimmelbuch zu entdecken
Das Winnender Mädle ist die offizielle Repräsentantin und das charmante Aushängeschild der Stadt Winnenden und taucht im Wimmelbuch auf jeder Seite auf, genau wie der Winnender Mops.
Die historische Innenstadt mit Markstraße, Tortum und Marktplatz bildet gleich in mehreren Motiven des Wimmelbuchs den Rahmen für die Geschichten der Menschen, die Winnenden täglich mit Leben füllen. Das Wunnebad durfte natürlich nicht fehlen, ebenso wie der Haselstein, der Schlosspark und das Klinikum.
Auch beliebte Stadtfeste und besondere Anlässe im Winnender Eventkalender finden ihren Platz auf den sieben großformatigen Seiten. Beim City-Treff ist gerade Fassanstich und Livemusik auf der Bühne. In den Weinbergen wird hoch zum Panoramaweinfest geradelt. Auf dem Herbstmarkt werden lauter kreative Kürbisse geschnitzt und beim Lampionumzug liest der Sandmann Kindern aus dem Drehleiterkorb der Feuerwehr vor. Das Jahr endet mit einem Besuch auf dem Winnender Weihnachtsmarkt – mit Geschenken aus schön dekorierten Buden.
Ebenso tauchen in jedem Motiv wiederkehrende Figuren auf – allen voran der Winnender Mops, der bis heute zu den bekanntesten Geschichten der Stadt gehört, genau wie das Winnender Mädle.
Auf der Buchrückseite werden sie zusammen mit acht weiteren wiederkehrende Figuren vorgestellt, mit kleinen Anregungen für noch mehr Suchspaß und kleine Storys auf den Innenseiten. »Die schönsten Szenen zeigen sich dort, wo eigentlich nichts Besonderes passiert. Im Alltag steckt unglaublich viel Erzählstoff«, erläutert die Illustratorin.
Oma Olivia und Enkel Emil sind richtige Leckermäuler und futtern sich in Winnenden durch unterschiedlichen Köstlichkeiten.
Szenen aus dem Winnender Stadtleben
Wer genau hinschaut, entdeckt im Winnenden-Wimmelbuch viele Szenen aus dem echten Leben. So ermahnt der Herr vom Ordnungsamt Kinder, die mit dem Fahrrad über die Marktstraße düsen. Im Schlosspark findet die Aktion »Winnenden liest« statt und im Wunnebad ist der Schultriathlon in vollem Gange. Am Krankenbett im Klinikum gratuliert eine fröhliche Familie einer Mama zum Neugeborenen und der Klinikclown sorgt für lustige Unterhaltung auf der Kinderstation. Wichtig war uns auch, die Paulinenpflege als inklusiven Teil der Stadtgesellschaft darzustellen. So finden sich in jedem Motiv Menschen unterschiedlichen Alters mit und ohne Behinderungen wieder, die selbstbestimmt alleine oder gemeinsam unterwegs sind.
Auch typische, fantastische und historische Anspielungen an »Insidern aus Winnenden« hat Jolanda im Stadt-Wimmelbuch verewigt. Wer entdeckt zum Beispiel den kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat? Eine Hommage an den in Winnenden geborenen Autoren Werner Holzwarth. Oder das lebendig gewordene Brathähnchen aus der Winnender Sage im Park beim ZfP — hier wächst übrigens auch der sogenannter Lebkuchenbaum. Ein Pilger macht an der Jakobsweg-Skulptur vor dem Klinikum Rast und vielleicht hat der »Hanweiler Frosch« wirklich mal so ausgehen, wie Jolanda ihn sich auf dem Haselstein vorgestellt hat.
Erkundung der Orginalschauplätze für das Wimmelbuch
OrtsBegehung Winnenden
Die Arbeit an dem Stadt-Wimmelbuch begann schon lange vor dem Zeichnen. Beobachtungen beim Stadtbummel, Recherchen und zahlreiche Details flossen in die Bilder ein. Gemeinsam mit Ann Kristin Fischer, Geschäftsführerin des Winnender Stadtmarketing-Vereins, haben wir zunächst die sieben Motive ausgewählt. Im November 2025 waren wir dann alle gemeinsam mit Illustratorin Jolanda Obleser einen Tag lang zur Begehung der Motive in Winnenden unterwegs.
Zurück im Atelier begann Illustratorin Jolanda dann digital, ihre Skizzen am Zeichentablet weiterzuentwickeln und auszuarbeiten. »Beim Zeichnen wollte ich zeigen, wie vielfältig das Leben in der Stadt ist und wie viele Geschichten gleichzeitig stattfinden«, beschreibt sie ihren Ansatz. In Winnenden sind so Wimmelbilder entstanden, in denen es immer wieder Neues zu entdecken gibt. Insgesamt sechs Monate zeichnete Jolanda Obleser am Winnender Wimmelbuch.
Winnender Unternehmen
ermöglichten das Buchprojekt
Ein herzlicher Dank geht raus an »Attraktives Winnenden e.V.« für den tollen Auftrag zur Erstellung des Wimmelbuchs, an die Firmen Alfred Kärcher SE & Co. KG, Bäcker Maurer, Pfleiderer Projektbau, Kreissparkasse Waiblingen sowie die Stadtwerke Winnenden. Ohne sie würde es das Wimmelbuch nicht geben.
»IN Winnenden wimmelts«
Das Winnenden-Wimmelbuch
Preis: 16,99 €
ISBN: 978-3-9823491-7-6
Illustration: Jolanda Obleser
Verlag: Velle Verlag
Druckerei: Sachsendruck
Pappbilderbuch mit abgerundeten Ecken:
16 Seiten, Format: 24 cm x 32 cm
Hergestellt in Deutschland, klimaausgleichender Druck mit mineralölfreien Farben auf FSC-zertifiziertes Papier
Erschienen: 14.07.2026
Veröffentlichung: 31.07.2026
Text: Tabea Lerch, Deborah Schulze
Illustrationen: Jolanda Obleser
Bilder: Deborah Schulze