Nachhaltige Weihnacht überall — 11 Tipps von Adventsdeko bis Tannenbaum

Plätzchen, Christbaumkugel, Weihnachtsbaum: Wer darauf nicht verzichten will und trotzdem umweltfreundlich, sozial und fair handeln möchte, für den haben Christine und Deborah aus der »Hallo Ludwigsburg«-Redaktion elf Ideen zusammengestellt.


In der Weihnachtsschmückerei gibts so manches DIY …

… zwischen gratis Dekotausch mit anderen und upgecyceltem Weihnachtsschmuck haben wir drei Gutsle-Rezepte ohne Lebensmittelverschwendung für dich, Ideen für Weihnachtsbäume, die weiterleben dürfen und trotzdem Freude zuhause bereiten und Geschenkverpackungen, die nächstes Mal wieder verwendet werden können.

Lass dich von 11 Möglichkeiten inspirieren!


1 | Sharing is caring
Tausche deine Weihnachtsdeko mit anderen

Du möchtest nicht jedes Jahr dieselbe Deko zuhause sehen? Dann kannst du natürlich einfach neue Sets kaufen. Alternative: Du bietest deinen Freund:innen oder der Familie deine Weihnachtsdeko für dieses Jahr zum Ausleihtausch an. Das macht Spaß, spart Geld, Platz und Ressourcen. Nach den Feiertagen wandert alles wieder zurück zur Besitzerin oder dem Besitzer.

Wir machen ein Community-Event draus:
Sei bei unserer 1. Weihnachtsdeko-Tauschparty dabei! 

Am 02. Dezember 2022 von 16 bis 19 Uhr laden wir dich ganz nach dem Motto »Des einen Müll ist des anderen Schatz« ein, in den Räumlichkeiten vom Markt8 am Marktplatz Ludwigsburg deine ausgediente, intakte Weihnachtsdeko kostenfrei zu tauschen. Bei loungiger Live-Musik vom Piano kannst du deinem Zuhause so ein Deko-Update verpassen. Das wird fein!


2 | Second Hand
Weihnachtsdeko gebraucht kaufen

Nachhaltig dekorieren geht super mit Second-Hand-Deko. Vor allem saisonale Weihnachtsdekoration, die nur ein paar Tage oder Wochen aus den Kisten geholt wird, ist meist in einwandfreiem Zustand. Viel Geld ausgeben für Neues ist da oft gar nicht nötig. Nur, wo kann man sie kaufen, wenn Punkt 1 oben nicht »in Erfüllung geht«?

Im Gebrauchtwaren-Kaufhaus »Warenwandel« der AVL oder im Gebrauchtwaren-Laden der Karlshöhe Ludwigsburg findet sich vielleicht das ein oder andere Schmuckstück, das deinen Baum zum Strahlen bringt. Wenn du lieber online gemütlich vom Sofa aus nach nachhaltigem Weihnachtsschmuck schaust, empfehlen wir dir, bei eBay Kleinanzeigen in der Regionalsuche zu stöbern.


3 | Deko aus der Natur

Stimmungsvoller Lichterglanz aus Marmeladengläsern

Sicherlich kennst du die Glück-Marmeladengläser? Leer und ausgespült eignen sie sich wunderbar als Deko-Element. Du musst nur noch die Schrift wegkratzen — bis auf den Glück-Schriftzug, der ist besonders schön — und eine Mini-Lichterkette hineinlegen. Du kannst natürlich auch gleich ein schönes Altglas ohne Aufdruck verwenden. Oder du füllst sie zusätzlich zur Lichterkette mit Deko aus der Natur:

 

Tannenzapfen, kleine Äste, eingetrocknete Wildblumen — sammle dein natürliches Dekomaterial beim Waldspaziergang oder kaufe es bei deinem Lieblingsblumenladen um die Ecke.

 

Wenn die Lichterketten kleine Zapfen oder Nüsse beleuchten, zaubert das eine wunderbar gemütliche Atmosphäre. Genauso gut kannst du auch selbst geschmolzene Kerzenreste mit Kerzendocht in die Gläser füllen oder ein Teelicht hineinstellen — und schon hast du ein wunderbares Mitbringsel.


4 | Do it yourself
Papiersterne und Lichtertüten

Super einfach gebastelt, super schön anzuschauen und sehr günstig: Weihnachtssterne und Lichtertüten aus Butterbrotpapier

Für die erste Idee benötigst du weiße Butterbrot-Papiertüten, eine Schere und einen Klebestift. Im Internet findest du zahlreiche Anleitungen, zum Beispiel hier auf Pinterest oder hier ein Youtube-Tutorial mit gleich mehreren Stern-Schnitt-Designs.

Mindestens genauso schön sind Lichtertüten oder Lichterhäuser aus Butterbrottüten. Du kannst sie entweder mit einer Zeichnung verschönern oder auch Sterne und Muster ausschneiden. Danach füllst du sie, ähnlich wie die Marmeladengläser oben, mit einer Mini-Lichterkette oder einem LED-Teelicht. Bei vier Tütchen wäre das auch eine Idee für Mini-Adventskerzen-Lichter. Oder als DIY-Geschenkidee von Kindern für Oma und Opa gebastelt.


5 | Aus alt mach neu
Upcycling alter Christbaumkugeln

Du kannst deine seit Jahren gleichen Weihnachtsbaumkugeln nicht mehr sehen? Gestalte sie doch einfach um und verleihe ihnen einen neuen Look! Wie wäre es zum Beispiel mit diesem funkelnden Upcycling-Projekt? Dafür benötigst du:

  • Flüssigkleber, der nach dem Trocknen farblos wird

  • Glitter oder Glitzerpulver, Farbe nach Wahl (gibts im Bastelladen)

  • Pinsel zum Bestreichen mit Kleber

  • altes Zeitungspapier als Unterlage

  • evtl. alte Schälchen oder Bastel-Teller für den Glitzer

Bereite dir deinen Bastelplatz vor, indem du Zeitungspapier auslegst und ein Schälchen oder einen Teller mit ein wenig Glitzer füllst. Bestreiche deine Christbaumkugel mit einer dünnen Schicht Kleber und rolle sie anschließend im Glitzer, bis alles bedeckt ist. Zum Trocknen hängst du die Kugeln einfach an einen Zweig. Du kannst deinen Weihnachtsbaumschmuck statt mit Glitzer auch mit bunten Papierschnipseln verzieren. Oder sie durchs Anmalen, Besprühen, Bestempeln oder Belettern umgestalten.


6 | Plätzchen backen
ohne Lebensmittelverschwendung  

Da möchtest du einmal im Jahr Plätzchen backen — irgendwie gehört es einfach dazu — aber im Supermarkt gibt es Gewürze nur in großen Verpackungen zu kaufen, die du niemals aufbrauchen kannst?

Dann kaufe genau die Menge ein, die du wirklich benötigst. Zum Beispiel im Ohne PlaPla — kein Problem! Schnapp dir dein Plätzchen-Rezept, ausreichend Behälter zum Abfüllen und los geht’s in den Unverpacktladen. Denn hier kaufst du grammgenau nur die Mengen Lebensmittel, die du zum Backen brauchst. So gelingt die Weihnachtsbäckerei ohne Lebensmittelverschwendung!

TIPP: Maria und Perry, das Foodblogger-Paar »Resipis« aus Bietigheim-Bissingen, haben euch drei feine Rezepte rausgesucht, die ihr hier als PDF downloaden:

Elisenlebkuchen

Manche denken, Lebkuchen sind schwierig selbst zu backen. Hier erfährst du, wie auch dir der klassische Elisenlebkuchen zu Weihnachten gelingt:

Zimtsterne

Mandeln und Zimt sind einfach ein Muss zu Weihnachten, oder? »Resipis« hat für dich den ultimativen Tipp, wie die Zuckerglasur auf den Zimtsternen gleichmäßig gelingt:

Zimtschnecken-Plätzchen

Wenn du Zimtschnecken magst, wirst du die Plätzchenvariante davon lieben! Einfach herzustellen, wenn auch mit ein bisschen mehr Zeit, und so lecker:


7 | Weihnachtsbaum mieten

Weihnachtsbaum im Topf leihen, liefern und im neuen Jahr wieder abholen lassen. Lokal möglich macht das zum Beispiel das Gartencenter CampoVerde in Möglingen. Zur Auswahl stehen klassische Nordmanntannen, elegante Korea-Tannen, zitronig duftende Coloradotannen, glänzende serbische Fichten und exotischen Olivenbäume. Wer die Wahl hat, hat … den schönsten lebenden Baum für daheim!


 

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8 | Keinachtsbaum statt Weihnachtsbaum

Du willst einen Christbaum mit echten Nadeln, aber es soll kein Tannenbaum gefällt werden?

 

Dann ist der »Keinachtsbaum« genau richtig für dich! An einem wiederverwendbaren Stamm steckst du in vorgebohrte Löcher einzelne Äste, die zuvor an verschiedenen Bäumen gewachsen sind. So können die Tannen an Ort und Stelle weiterleben!

Alles, was du dafür brauchst, bekommst du im Onlineshop vom »Keinachtsbaum«. Nach dem Motto »Bau dir deine Traumtanne« kannst du zwischen mehreren Stammhöhen wählen, ob mit oder ohne Fuß, und dir sogar das Schnittgrün zum Wunschtermin nach Hause liefern lassen. Wir finden: echt innovativ! Übrigens: Von den losen Tannenzweige benötigst du zwischen 5 – 15 Kilogramm, die du auch beim Tannenbaumverkauf bei dir vor Ort bekommst.


9 | Zweig statt Weihnachtsbaum dekorieren

Du hast weder Platz für einen Weihnachtsbaum noch Lust, eine Ecke des Wohnzimmers komplett mit einem Baum zu verstellen? Hier ist eine platzsparende Idee: Schmücke einen Zweig mit Kugeln, einer Lichterkette und anderer Weihnachtsbaumbehang. Den Ast stellst du in eine stabilen Vase oder hängst ihn mithilfe eines Hakens von der Decke ab.

Du findest beim Spaziergang im Wald oder Park sicherlich schöne Äste, die beim letzten stärkeren Wind abgefallen sind und nur darauf warten, von dir gefunden zu werden. Übrigens: Auch ein Ast ohne Nadeln wirkt mit Christbaumschmuck toll! Schau dir Tabeas Weihnachtsast hier an:


 

10 | Geschenke nachhaltig verpacken

Nach der Bescherung liegt neben den Geschenken oft ein riesiger Berg an Geschenkpapier, das meist im Müll landet. Wie das besser geht?

 

Wer die Kunst des zarten Auspackens beherrscht, dem gelingt es, das Geschenkpapier nahezu unbeschadet wieder zusammenzufalten, aufzurollen oder unterm Teppich glatt zu pressen, um es beim nächsten Mal wiederverwenden zu können.

Ist dir zu mühsam? Dann verpacke Geschenke mit Stoff! Nutze dafür ein »Furoshiki-Tuch« oder einen »Komebukuro-Beutel«. Beide Einpack-Alternativen stammen aus Japan:

Variante ohne Nähkünste

Das Furoshiki ist ein quadratisches Tuch, das seit jeher traditionell als Geschenkverpackung oder Tragebeutel verwendet wird. Die Vorteile: Du kannst aus einer Vielzahl aus Stoffen wie Baumwolle oder Seide und Mustern auswählen und auch, wenn das Geschenk nicht die klassische, leicht verpackbare Quadratform hat, ist das Einpacken kein Hexenwerk. Du musst die Stoffe nicht neu kaufen, sondern kannst sogar alte Geschirrtücher oder Stoffe von ausgemusterten Kleidungsstücken oder Einrichtungsmaterialien (wie Gardinen) nutzen. Und das Beste: Dafür musst du nicht einmal selber nähen können.

Tipps und Tricks rund ums stilvolle Stoffverpacken mit dem Furoshiki findest du hier bei Nachhaltigleben und im AD Magazin.

Variante für Nähbegeisterte

Das Komebukuro ist dagegen etwas für jene, die gerne nähen. Es ist eigentlich ein Reisbeutel und besteht aus mehreren Quadraten, einer Kordel und ein paar Laschen. Du kannst es noch dazu auch als Utensilo nutzen.

Kostenlose Anleitungen, einen Komebukuro-Beutel zu nähen, findest du zum Beispiel bei michamade oder im Snaply-Magazin.


11 | Zeit statt Zeug schenken

Das Thema Geschenkverpackung wäre gelöst, doch was ist mit den Geschenken an sich? Viele Geschenke, insbesondere wenn es um Spielzeug oder Kleidung geht, haben häufig eine eher kurze Nutzungsdauer. Und manchmal weiß man gar nicht so genau, was man überhaupt verschenken soll. Und wer sagt überhaupt, dass man immer etwas Materielles verschenken muss.

Nachhaltiger (vor allem fürs Herz) sind Erlebnisse oder gemeinsam verbrachte Zeit.

Ein Essensgutschein für ein neues Restaurant, ein gemeinsamer Filmabend mit selbstgemachtem Popcorn in verschiedenen Geschmacksvarianten, eine Alpaka-Wanderung mit den Seeschlossalpakas in der Nähe vom Monrepos, ein Besuch im Marionetten-Kindertheater im Palais Grävenitz, ein kreativer Workshop im MIK Ludwigsburg, eine Schnupperstunde fürs Wunsch-Instrument oder die Wunsch-Sportart (z.B. beim MTV Ludwigsburg oder der Tanz- und Theaterwerkstatt) oder einen Tagesausflug an einen Ort, wo ihr schon immer mal hin wolltet. Die Möglichkeiten sind so vielfältig wie individuell.


 

Was ist dein persönlicher Tipp für eine nachhaltige Weihnachtszeit?

Erzähl es uns auf Social Media:

 

Veröffentlichung: 26. November 2022
Autorinnen: Christine Kopp und Deborah Schulze
Bilder Weihnachtsrezepte: resipis.de
Bilder Keinachtsbaum: Simon Pohlmann
Andere Bilder: pexels.com, unsplash.com